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M246 – Willko”MM”en Du schlichte M Monochrom

Die M246 ist da – nun ging es doch sehr schnell. Aber von vorne: nachdem meine M einen neuen Besitzer gefunden hat, galt es eine Lücke zu schließen. Die SL und die M240 waren bei meiner Kameranutzung zu sehr deckungsgleich mit klaren technischen Vorteilen bei der SL; was zur Folge hatte, dass die M wenig bis gar nicht mehr benutzt wurde. Mit der D-Lux 7 kam nun vor Kurzem noch eine kompakte Kamera für Streetphotography dazu und damit war endgültig rein sachlich betrachtet kein Platz mehr für die M.

Lange hatte ich damit spekuliert, mir im Falle eines Verkaufs der M, eine Sony A7 oder die neue Nikon Z zu kaufen, um so das Problem mit dem HSS-Blitzen zu lösen. Aber ich wollte dann doch keine zweite technologische Schiene aufmachen. Und so fiel die Wahl auf die gute “alte” M246. Ja … Monochrom. Warum? Zum einen schieße ich eh das meiste in schwarzweiß und zum anderen haben die Bilder der Monochrom noch mal einen speziellen feineren Look finde ich. Also bildet die Monochrom eine interessante Ergänzung zur SL und D-Lux 7, wie ich finde. Mit den Summiluxen, dem Noctilux 1.0 und einigen alten Schätzen habe ich denke ich ganz interessante Objektive als Begleiter zur M246 und bin schon auf die ersten Ergebnisse gespannt.

Was ich nicht wusste, war, wie schwer es aktuell ist, eine M246 zu bekommen. Soweit ich weiß, fertigt Leica keine neuen mehr Die Werkzeuge der altenLeica M246 mit Summilux 50 1.4 Asph. M-Serie wurden wohl im Rahmen der Kooperation mit Zenith nach Russland verkauft. Und im Frühjahr soll die M10 als Monochrom-Version auf den Markt kommen. Das schlägt voll auf den Gebrauchtmarkt durch. In Deutschland habe ich eine einzige M246 gefunden, die aber für mich nicht in Frage kam. Dann hatte ich aber das Glück, dass Schouten-Select in den Niederlanden eine fast unbenutzte M246 Monochrom im Angebot hatte. Also schnell rein in der Wagen und ab nach Amersfort. Und da ist sie nun, ein Ausbund an Understatement. Keine Leica-Logo, kein Schriftzug auf dem Deckel, kein eingraviertes “M”. Einfach nur ein schwarzer Kasten mit ein paar Bedienelementen. Herrlich.

Ach ja, und wie löse ich nun das HSS-Problem? Es wird auf den Priolite MBX 500 Hot Sync ULTRA hinaus laufen. Die Blitze machen einen sehr guten Eindruck und Priolites Hot-Sync Technologie ist aktuell die einzige am Markt, die Blitzen an der M und der SL mit bis zu 1/8.000 Sekunde möglich macht.

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Leica D-Lux 7 im Studio – funktioniert HSS?

Nach dem leichten Anfangsfrust mit der RAW-Bearbeitung der Bilder aus der Leica D-Lux 7 sollte es nun ins Studio gehen. In einem Equipmenttest im Düsseldorfer Lichtbildstudio von Andreas Trnka sollte die Kleine zeigen, was sie kann. Was war am Start? Wir wollten einige M-Objektive an der Sony A7R III ausprobieren. Hierfür waren zwei Summilux asph (35mm und 50mm) im Gepäck und ein altes 50mm Noctilux 1.0 (Mandler). Außerdem ein Summilux R 80, was aktuell meine Lieblingslinse für Portraits ist (siehe hierzu das Shooting mit Santana Raus). Andreas wollte seine Pentax Mittelformatobjektive an der Sony testen. Außerdem mit an Bord eine M 240 und die neue Leica Q-P. Ein starkes Umfeld also für die Leica D-Lux 7. Es sollte aber ausdrücklich kein Vergleichstest werden, sondern mehr ein Hands on und ein Ausprobieren.

Beleuchtung und HSS

Als Beleuchtung hatten wir Jinbei LEDs und Godox AD200 Blitze im Einsatz. Und last but not least und ein Riesendank: Unser geduldiges Model so kurz vor Weihnachten: Christina Mo.

HSS für Shootings … für mich ein großes Ärgernis wenn es um Leica Kameras geht. Während die Besitzer von Canon, Sony, Nikon, Pentax und Co. aus dem Vollen schöpfen können, bleibt dem Besitzer einer M oder SL nur der Kauf von Priolite-Blitzen und -Fernbedienung. Vermutlich sind es tolle Blitze, aber wie gesagt, es ist der einzige Anbieter, der sich die Mühe gemacht hat, an der SL HSS mit Verschlusszeiten bis zu 1/8.000 sek. zu ermöglichen. Vielen Dank dafür Priolite. Es wäre wünschenswert, wenn endlich andere nachziehen. Ich persönlich warte auf eine Möglichkeit, die Rotolights zu betreiben.

Hier aber die gute Nachricht. Sowohl die Leica Q-P als auch die Leica D-Lux 7 können HSS bis zu 1/2.000 sek. Ab 1/4000 ist das Bild schwarz. Aber immerhin – damit kann man ja schon mal arbeiten. Leica: Kann man nicht zumindest diesen Teil der Software aus der Q und D-Lux auch in der SL und M implementieren?

Einstellungen an der Leica D-Lux 7 zum Blitzen

Also Fernbedienung drauf auf die Leica D-Lux 7, in diesem Fall die Godox X1 für Pentax und los geht’s. Welche Einstellungen? Achttung: Der Blitz lässt sich nicht auslösen mit elektronischem Verschluss. Dieser muss also auf mechanisch gestellt werden. Außerdem habe ich das Blitzen auf den zweiten Verschlußvorhang eingeschaltet. Der Rest blieb, was das Blitzen angeht, in der Standardeinstellung. Ich habe die Beleuchtung manuell eingestellt, was ich beim Blitzen immer mache. Den Autofokus habe ich auf Gesichtserkennung geschaltet. Blende ist auf 1.7, was in der Praxis aber zumeist eine 2.8 war. Denn ich habe fast alle Fotos mit 75 mm Brennweite aufgenommen.

Und was soll ich sagen? Schon am Bildschirm der Kamera und im EVF ist zu sehen, was die Leica D-Lux 7 kann. Farben, Schärfe etc. … absolute Spitzenklasse. Auch die Schwarz-weiß-jpgs klasse. Ich habe zum Abschluss auch noch ein paar im 1:1 Format aufgenommen, was ich für Portraits auch immer wieder sehr gut finde. Auch in dem Format, schon die Jpgs absolut toll.

Beispielbilder

Hier ein paar Beispielbilder, alle sind ausnahmslos Jpgs, so wie sie aus der Kamera kommen. Die Farbigen sind mit der jpg-Standardeinstellung aufgenommen, die Schwarzweißen mit monochrom HC+.

Fazit: Ich werde die Leica D-Lux 7 zukünftig definitiv öfter auch zum Modelshooten nutzen. Nicht zuletzt dank HSS, aber auch wegen der sehr guten Qualität der Bilder.

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